Quick-DIY: Geldgeschenk im Eierkarton

Sabrina Wortmann | 27 September 2016 | 15:15 | | Kommentieren

Hey ihr Lieben!

Heute kommt ein Quick-DIY von mir, was schon lange auf meinem PC schlummert. Leider hab ich deswegen auch nicht genug Fotos...



Ich mag es gern, kreativ Geld zu verschenken, wie z.B. auch in einer umgestalteten Sangriaflasche. Heute habe ich eine weitere Idee, die nur ein wenig Zeit, aber nicht viel zusätzliches Geld (neben dem verschenkten versteht sich ;)) benötigt.

Ihr braucht:

- einen Eierkarton, bevorzugt 6er
- Acrylfarbe
- Papier
- schöne Stifte
- Geldscheine
- andere Kleinigkeiten, wie z.B. eiförmige Süßigkeiten oder kleine, eingepackte Pralinen (z.B. von Ferrero)
- weitere Dinge zum verzieren, z.B. Schleifenband, Maskingtape

Dann ist es eigentlich ganz einfach: Mein Eierkarton hatte ein hässliches grün, also hab ich ihn erstmal schön weiß angepinselt. Dafür hab ich zwei Schichten gebraucht. Vorher hab ich noch das Etikett abgezogen, das konnte ich später gut gebrauchen.

Während die Farbe trocknet, könnt ihr euch um den Inhalt kümmern: Papier in grün könnt ihr zu Ostergras schneiden, außerdem noch eure liebsten Grüße auf kleine Zettel schreiben und das Geld schonmal klein falten.

Das abgezogene Etikett könnt ihr dann als Vorlage nutzen, um eine eigene, schöne Banderole zu basteln: Einfach Umrisse auf Papier aufzeichnen, ausschneiden und schön verzieren!

Nun müsst ihr nur noch alles zusammensetzen: In den Karton kommen das selbst geschnittene Ostergras und darin könnt ihr dann alle Kleinigkeiten verstecken. Es wird umso lustiger, wenn der Beschenkte das Geld richtig suchen muss im Karton!
Zum Schluss klebt ihr die Banderole auf und seid fertig!

Ich habe den Karton zusätzlich mit einer bunten Serviette ausgelegt und die Ränder noch mit Maskingtape abgeklebt. Geschlossen hab ich den Karton dann mit einer fetten Satinschleife! :D

Die Beschenkte hat sich sehr gefreut. Und ich finde es besser als nur einen Briefumschlag mit Karte :)

Was würdet ihr noch im Eierkarton verstecken? Lasst es mich in den Kommentaren wissen!

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Zero Waste #2: der Deostein

Jevali | 18 September 2016 | 13:12 | | Kommentieren

So meine Lieben :D


Heute möchte ich euch eine Alternative zum Deoroller oder Deospray zeigen: Den Deostein!
Dieser hier ist vom DM und kostet ca. 2€. Der einzige Inhaltsstoff: Ammonium Alumn. Sprich, das ganze Ding ist ein einziger Aluminiumsalz-Kristall.

Zum Aluminiumsalz: Das Thema ist ganz schön umstritten. Beim Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) steht zum einen zu Aluminium in Kosmetischen Mitteln: "Es existiert kein gesicherter wissenschaftlicher Beleg, der einen Zusammenhang zwischen der Anwendung kosmetischer Mittel und ernsthaften Erkrankungen nachweist." und "Vebraucher können aluminiumhaltige kosmetische Mittel unbesorgt verwenden. Die Produkte sind umfassend untersucht, wirksam und sicher" und zum anderen aber auch, dass die Verwendung von Aluminiumhaltigen Antitranspirantien zur Aufnahme von Aluminium beiträgt.

Als Kosmetikerin habe ich gelernt, dass ca. 3-4% von dem, was wir auf unsere Haut auftragen auch in die Haut gelangt, selten aber weiter als die Membran zwischen den ersten beiden Hautschichten. Wer beim Verwenden von Deo ein paar Dinge beachtet, kann die Aufnahme von Aluminium über die Haut (egal welche Sorte Deo) auf ein Minimum reduzieren und dabei das Maximum an Wirkung herausholen:
  • Nicht auf frisch rasierte Haut auftragen! Über die kleinen Verletzungen, die dabei entstehen, kann natürlich Aluminium aufgenommen werden und es reizt zudem die Haut. 
  • Nur auf die gereinigte Haut, sonst hat es keine Wirkung. Also mal eben nach dem Sport zu sprühen hat null Wirkung. Denn die Bakterien werden durch das Deo an der Vermehrung gehindert und somit an der Produktion von Gerüchen. Wenn sie schon da sind, gibt es höchstens eine Mischung aus Achselschweißgeruch und Deoparfüm.
Ihr müsst euer Deo also nicht unnötig oft auftragen, sondern nur nach Duschen auf die unrasierte Haut. Ich persönlich Dusche jeden zweiten Tag und rasiere meine Achseln alle 4 Tage. Ich verwende meinen Stein dann also bei jedem zweiten Duschen und zusätzlich, wenn ich merke, dass ich anfange zu müffeln. Dann wasche ich meine Achseln gründlich und verwende ihn dann.
Ich hab auch bemerkt, dass der Stein (bei mir) grundsätzlich bis 48h Schutz bietet, entgegen der Angabe auf dem Etikett. Damit macht er schonmal das Gegenteil der Sprays: Die Wirkung hält länger als angegeben.

Vorteil an diesem Stein finde ich, dass ihr euch nur einen einzigen Inhaltsstoff auf die Haut gebt und er hält wirklich ewig! Wenn er oben schrumpft, könnt ihr ihn ein Stück nach oben schieben. Ich verwende meinen jetzt 2 Jahre und er ist noch nicht aufgebraucht.

Zur Anwendung: 

Den Stein anfeuchten und damit über die unrasierte, gereinigte Haut streichen, ruhig mehrmals anfeuchten. Zum Schluss einmal noch abspülen und an der Luft trocknen lassen. Die Achseln am besten auch so trocknen lassen. Wenn ihr den Stein nicht zu nass gemacht habt, sollte das ganz schnell gehen ;)

Fazit:

Da es in dieser Reihe um die Reduktion von Müll geht, ist die Mission mit diesem Stein schonmal ein Stück weit erüllt. Er hält Monate (oder Jahre) und kostet nur ca. 2 Euro.
Meine Haut ist viel weniger gereizt seitdem ich ihn verwende und die Wirkung ist top.
Zugegeben, die Verpackung ist aus Plastik, aber ich schätze wenn ich mir meinen nächsten kaufe, sind schon alle auf Biokunststoff umgestiegen :D
Zum Aluminium: Seien wir ehrlich, ein gutes Deo ohne Aluminiumsalze gibt es einfach noch nicht. So spart ihr euch zumindest die weitere Chemie im Deo und Duft hat der Stein auch nicht, ihr könnt also jedes Parfüm verwenden ohne, dass es sich mit eurem Deo beißt. :)

Ich denke mit 2€ Investition könnt ihr nichts falsch machen ;)
Probiert es aus!
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[Free Mods] Career for Selfemployed - Sims 4

Sabrina Wortmann | 17 September 2016 | 22:15 | / | Kommentieren

Hey ihr Lieben! 

Heute hab ich mal was ganz anderes für euch: Meine erste Modifikation für Sims 4!

Today I've got something new for you: My first Sims 4 mod!

Ich spiele sehr gerne Sims, die keinen normalen Beruf nachgehen, sondern mit ihren Fähigkeiten Geld verdienen und diese Sachen verkaufen: Gärtner, Autoren, Maler... Alles mögliche.
Außerdem habe ich sehr viel Spaß an den "Berufen", die mit An die Arbeit oder auch Gaumenfreuden dazugekommen sind: Geschäftsinhaber oder Restaurant-Manager.

Usually I play Sims who don't have a normal job but earn money with their skills. They produce goods and sell them as a gardener, author, painter etc.
Furthermore I like the new gameplay that came with "Get to work" and "Dine out": Sims who run a business or a restaurant.


Allerdings gibt es mit dieser Art zu spielen für mich ein großes Problem: Die Sims sind häufiger gestresst, da sie "arbeitslos" sind. Das hat mich immer sehr gestört, doch das hat mit meiner Mod ein Ende!

But there was a huge problem: Sims often felt stressed out because they 'do not have a job'. With my mod this comes to an end.

Darf ich vorstellen? Karrieren für Selbstständige!



Die Sims können diesen Job am Telefon eingehen und sind somit pro Woche 4-6 Stunden weg, immer in zwei Stunden Blöcken.
Die Idee ist, dass sie in der Zeit Sponsoren gewinnen oder andere Dinge für ihr Business tun.
Diese Mod erweitert also eurer Spielerlebnis um einen weiteren Job, sodass das moolet "Arbeitslos!" nicht mehr auftritt. Gleichzeitig haben sie einen kleinen, aber natürlich sehr niedrigen Nebenverdienst. Das Ganze fasse ich als "Honorar" für Vorträge und Fahrtengeld auf ;)

May I introduce you: Careers for Self-Employed!

Your Sims can start this job with the mobile phone as usual. Now they leave for work 2-3 times per week for 2 hours.
In my imagination this is a job where they present their work to others to obtain money from sponsors or do something else that has to do something with their business.
So with this mod you get another job that your sims can work with, so that they do not get the stressed moodlet for not having a job. Additionally they get a little money with it, but not to much, so that they have to produce goods in order to pay their bills :D



Download here. (Dropbox)


Ich hoffe, euch gefällt diese Idee. Wenn ja, würde ich daraus nämlich sehr gerne ein Community Projekt machen und mehr spezifische Karrieren machen, z.B. nur für Gärtner oder nur für Autoren.
Betrachtet diese Karriere also (hoffentlich) nur als Beginn einer langen Reise und als Basis für euer Gameplay.
Wenn ihr Ideen, Anregungen oder Probleme habt, meldet euch gerne in den Kommentaren oder per Nachricht bei meinen Social Media Kanälen.

I hope you like this idea and the mod. If I get enough downloads I will add more specific careers, for example for a gardener.
So this career will be just the beginning and a base for other careers coming up.

Let me know in the comments or my social networks (links in the sidebar or below) your ideas and wishes. If you have a problem with the mod you can contact me as well.

Sidenote: This Mod isn't fully translated to english. I'm working on it and will update soon!
If you want to help me with translating to other languages, feel free to send me the right .stbl data. Thank you!

As you can see in this blog, I am a native German speaker so my english is not perfect but I hope it was understandable for you!

Bye and see you soon!



Nachtrag: Hier könnt ihr sehen, wie eine spezifische Karriere im Spiel aussehen könnte. Diese hier wurde als Auftragsarbeit für ein Let's Play erstellt und daher nicht veröffentlicht.







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TankTaler - Überblick & Meine Erfahrungen nach einem Monat

Sabrina Wortmann | 13 September 2016 | 16:15 | / | Kommentieren

HeyHo!


Heute hab ich mal etwas ganz anderes für euch: Ein Bericht über ein Gadget, dass so ziemlich jedes Auto zum Smartcar machen kann. Wie das gehen soll, was das Gadget tut und auch, wie ich es finde, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Wenn ihr auch einen TankTaler Stecker haben wollt, könnt ihr euch gern anmelden. Über meinen Empfehlungslink erhaltet ihr gleich zum Start nochmals 2.000 TankTaler extra und habt somit ein Startguthaben von 2.500 Talern (= 2,50€)!

Was ist TankTaler?

Bei TankTaler handelt es sich um ein Produkt der ThinxNet GmbH in München. Das Produkt ist eine Kombination aus einem OBD-Stecker und einer App, die für Android und Apple Smartphones verfügbar ist.
Der Stecker ist ausgestattet mit Modulen, die helfen sollen, dein Fahrverhalten zu analysieren und mit deinem Smartphone zu kommunizieren. Einmal installiert, hast du auf deinem Smartphone alle möglichen Informationen zu deinem Auto parat, wie z.B. die gefahrenen KM, dein Batteriezustand und (bei manchen Autos) den Tankfüllstand.
Die Daten sind via VPN und https verschlüsselt und werden laut TankTaler nicht an Dritte weitergegeben - "Datenschutz made in Germany" ist hier die Devise.

Doch TankTaler kann mehr, als dir nur Basisinformationen zu deinem Fahrzeug anzuzeigen: Bei jedem Parken wird die Parkposition via GPS gespeichert und an dein Handy gesendet. Wenn du vergessen hast, wo du geparkt hast, kannst du dich mit deiner gewünschten NaviApp zu deinem Auto navigieren lassen!
Außerdem wird der Verlauf jeder Fahrt mit GPS aufgezeichnet, sodass du im Nachhinein deine Strecke mitverfolgen kannst, sowie auch eine Art digitales Fahrtenbuch hast, welches sich auch als Excel-Sheet exportieren lässt.

Das wichtigste hab ich jedoch fast vergessen: Mit TankTaler bekommst du sogar Geld zurück und kannst beim Tanken sparen! Doch dazu später mehr :D

Der Stecker "Out of the Box"

Wie wird TankTaler installiert?

In jedem Auto ab Baujahr 2001 (in manchen erst 2004) muss eine sog. OBD II Schnittstelle in unnmittelbarer Nähe zum Fahrer installiert sein. Meist ist das im Fußraum des Fahrersitzes. Hier kannst du den Stecker einstecken. Zuvor wird in der App der auf dem Stecker stehende Code eingegeben und somit Smartphone und App verlinkt. Nun bist du bereit loszufahren.

Der Hauptbildschirm der App mit Parkposition des Autos

Wie bekomme ich TankTaler?

Bei jedem Tankvorgang werden dir TankTaler im Wert von 2ct/Liter gutgeschrieben, die du dir im Nachhinein auszahlen lassen kannst.
Außerdem gibt es immerwieder neue Aktionen, mit denen du ebenfalls TankTaler verdienen kannst, wie z.B. TankTaler für jeden KM oder Partneraktionen wie das Durchführen einer professionellen Autowäsche.

Ein Beispiel für Kampagnen, die zum Zeitpunkt des Beitrages durchgeführt wurden
Ab 10.000 verdienten TankTalern kannst du diese in Gutscheine umwandeln, z.B. einen 10€ Gutschein von Amazon.
Ab 20.000 Punkten (20€) ist es auch möglich, Tankgutscheine zu bestellen.

Wenn du wissen willst, wie sich ThinxNet sowas leisten kann und dann den Stecker auch noch kostenlos verteilt, dann kannst du hier mehr über das Geschäftsmodell von TankTaler lesen.

Was sind deine Erfahrungen mit TankTaler?

Ich habe meinen Stecker nun seit ca. einem Monat (Start am 12. Juli 2016) und bin bisher positiv überrascht.
Zunächst habe ich mich für einen kostenlosen TankTaler beworben, da ich laut der Regionenfreischaltung in der passenden Region wohne. Wer nicht in der passenden Region wohnt, muss entweder Mundpropaganda betreiben oder sich einen Stecker selbst kaufen.
Nach 3-4 Wochen warten lag der Stecker dann in meinem Briefkasten und ich hab ihn natürlich gleich installiert, das war auch gar nicht schwer. Das einzige Problem: Der Stecker ließ sich nur mit großen Kraftaufwand in die Schnittstelle stecken, doch ich habe es schlussendlich geschafft.
Die Umverpackung sieht hübsch und hochwertig aus!

Dann kam die erste Fahrt mit dem TankTaler: Die Ernüchterung war groß, denn zwei Minuten nach Beginn der Fahrt wurde mein Stecker laut der App entfernt und zeichnete für den Rest der Fahrt nichts auf.
Beim nächsten Parken Stecker rein und raus und danach ging es dann wohl. Das ist mir leider häufiger passiert, sodass ich dachte, es liegt am Stecker. Doch irgendwann kam ich auf die Idee, mal etwas fester an dem Stecker zu rütteln: seitdem tritt das Problem nicht mehr auf, ich war also zu schwach xD

Abgesehen von diesen Problemen zeichnet der TankTaler wirklich zuverlässig die Fahrten auf. Super finde ich auch, dass man in der Übersicht zu einer Fahrt nicht nur die Strecke auf einer Karte sieht, sondern auch noch sehen kann, wann man wie schnell gefahren ist und wie schnell im Durchschnitt. Alles sehr interessante Infos ;D

Nach einem Besuch einer Tankstelle fragt mich die App auch, ob ich getankt habe und wie viel. Die Liter kann man leicht mit einem Slider anpassen und bekommt die Taler direkt gutgeschrieben. Sollte man mal nicht gefragt worden sein, kann man den Tankstellenbesuch auch leicht nachtragen und muss so also nicht auf Taler verzichten.

Hier eine Ansicht vom Fahrtenbuch der App

Insgesamt finde ich auch, dass die App sehr schön, aber auch übersichtlich gestaltet ist. Sie wirkt nicht überladen, aber hat trotzdem viele Funktionen. Die oben erwähnte Navigation zum Auto habe ich bisher noch nicht ausprobieren müssen, finde ich aber klasse, wenn man mal in einer Seitengasse geparkt hat, die man nicht wiederfindet.
Man kann außerdem jeden Ort, an dem man mit dem Auto stand, auch benennen, um den Verlauf übersichtlicher zu halten. Diese Funktion nutze ich auch sehr gerne. Außerdem lässt sich der Verlauf nach Ereignissen, Zeitpunkt im Kalender oder benannten Standorten filtern, um noch mehr Übersicht zu erhalten.

Eine nette Spielerei sind auch die verschiedenen Datensichten, die die App bietet. Ich habe euch dafür mal ein paar Screenshots gemacht:


In diese Datensichten schau ich auch gern ab und zu mal rein. Zum Tankfüllstand kann ich leider auch nichts sagen, da mein Auto nicht unterstützt wird. Aber naja, dafür hat man die Tankanzeige ja im Auto.

Fazit

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit TankTaler. Nach einer kleinen Eingewöhnungszeit hat alles recht gut funktioniert und ich finde es sehr spannend, nachzuvollziehen, wie mein Fahrverhalten die Tage war. Das man als Bonus Geld erhält, ist natürlich klasse. Bisher habe ich noch keine Auszahlung erhalten, aber das kann man nach der kurzen Zeit auch nicht erwarten. Wünschenswert für die App wäre für mich noch, dass mein Tankfüllstand ausgelesen wird (daran wird schon gearbeitet) und das der Kilometerstand genau ausgelesen wird und nicht anhand der Bewegungsdaten, die die App sammelt.

Ich würde den TankTaler auf jeden Fall weiter empfehlen!
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Zero Waste #1: Alternativen zu Shampoo, Duschgel & Co.

Jevali | 05 September 2016 | 09:06 | | Kommentieren

Hallo ihr Lieben!


Drauf gestoßen bin ich durch eine vegane Freundin, die das schon länger macht.
Als gelernte Kosmetikerin stand ich dem Ganzen äußerst skeptisch gegenüber. Aber als dann aber immer mehr Leute in meinem Umfeld meine Meinung dazu wollten, hab ich recherchiert.
Nachgefragt habe ich dann bei manna Naturkosmetik, die diese Seifen produzieren und verkaufen. Es gibt Spezielle für das Gesicht, für den Körper und für die Haare. Ich wollte von ihnen wissen, was genau diese Seifen von gewöhnlicher Kernseife unterscheidet.
Kurz mein Wissen durch die Ausbildung: Seifen haben einen alkalischen pH-Wert, die Haut einen leicht sauren (5,5). Durch das Waschen mit Seife, verändert sich der pH-Wert der Haut kurzzeitig, was sie anfälliger für Keime macht und sie wird durch die starke Waschkraft ausgetrocknet.
Die Firma antwortete mir, dass die pflegende Wirkung auf die Zusammensetzung der Seife ankommt. Die Seifen hätten alle eine Überfettung von bis zu 20%.
Für diejenigen, die nicht wissen, wie eine Seife hergestellt wird: Ein Fett (in diesem Fall Kokosfett, Olivenöl oder Sheabutter) wird mit einer Lauge unter Hitzeeinwirkung in einem bestimmten Verhältnis vermischt. Wenn das ganze abkühlt, erhält man ein Seifenstück.
Das mit der Überfettung hat mich neugierig gemacht und auch, dass die Firma mit ihrer Chemikalienfreiheit wirbt. Ich habe dann ein paar Seifen bestellt: eine für die Haare, zwei für den Körper und eine für das Gesicht.

Die Seifen kamen in einem kleinen Karton an (man kann nur online bestellen) und die Seifen waren teils nur von einem Papierstreifen, andere, mit wohl intensiveren Duft, zusätzlich von einer Schutzfolie umgeben. Laut Hersteller ist die gesamte Verpackung abbaubar/recyclebar. Zusätzlich bekommt man ein ätherisches Öl dazu, was mir persönlich sehr gut gefallen hat, da ich eine Duftlampe besitze :)

Um das Experiment durchzuziehen, habe ich alle herkömmlichen Duschgel- und Shampooflaschen gesammelt und weggestellt. Auch auf herkömmliche Gesichtspflege etc. habe ich verzichtet um die pflegende Wirkung der Seifen zu überprüfen. Einzige Pflege: Kokosöl.

Der erste Versuch: 

Ich habe mir dann zuerst mit der Haarseife die Haare gewaschen. Dazu muss man das Seifenstück auf den nassen Haaren aufschäumen und den Schaum dann gut verteilen. Der Schaum fühlte sich normal an. Aber nach dem Auswaschen waren die Haare so "quietschig" beim Anfassen (anders schlecht zu erklären). Frei von jeglichem Fett und für mich unglaublich unangenehm anzufassen.
Der Körper ließ sich viel einfacher einseifen, fühlte sich danach aber genauso unangenehm an. Das Gesicht ebenso.
Als Spülung für die Haare wurde mir eine Mischung von 1 Teil Apfelessig und 2 Teile Wasser empfohlen, außerdem die Haare kühl auswaschen. Der Essiggeruch stach mir etwas in der Nase und das kalte Wasser rann mir den Rücken herunter.
Also kann man sagen, das ganze schien mir überhaupt nicht verlockend.
Zum Abschluss habe ich die nasse Haut mit Kokosöl eingerieben. Danach war sie unglaublich weich und duftete lecker nach Kokosnuss :)

Das Ganze hat dann die Kosmetikerin in mir natürlich bestärkt. Sowas kann doch nicht gut sein für die Haut!
Da einem aber ausdrücklich gesagt wird, dass man einige Zeit zur Umstellung benötigt, bin ich dran geblieben. Außerdem sind die Seifen nicht so günstig, dass ich sie hätte wegschmeißen wollen.

Normalerweise dusche ich alle 2 Tage und meine Haare fetten auch erst nach 2 Tagen, aber in der Zeit musste ich mich wirklich zusammenreißen, da die Haare nicht so wollten. Die Haut war durch das Kokosöl sehr schön gepflegt.

Nach 2 Wochen:

Das mit den Haaren hatte sich schnell gelegt. Sie waren unglaublich weich und gepflegt. Bei den Haaren hatte ich allerdings gar keine Bedenken, da Shampoo ebenso alkalisch wirkt. Die Essigspülung machte das Haar kämmbar, sogar mehr als meine Spülung es konnte. (Ich kämme mit einem grob-gezinkten Kamm von unten nach oben, um nicht zu viel auszureißen)
Ich hab dann auch mal zwischendurch eine normale Spülung benutzt, aber danach waren die Haare bloß strohig und trocken.
Dann habe ich das Kokosöl weggelassen (mehr aus Faulheit :D ) und hab es zuerst nicht geglaubt. Als meine Haut trocken war, fühlte sie sich trotzdessen unglaublich weich an. Ich hab das Kokosöl dann für die folgende Woche weggelassen und es blieb so. Ich bin nämlich zuerst davon ausgegangen, dass die Haut von den vorherigen Malen noch gepflegt war.

Mit meinem Gesicht ist das allerdings so eine Sache. Ich neige zu trockener Haut, weshalb sie nach dem Waschen immer spannt, ob Seife oder Waschgel. Bei Menschen mit ähnlichem Problem empfehle ich die Haut nach dem Waschen immer zu pflegen. Wer auch hier auf die teuren Chemiebomben verzichten will, kann auf Kokosöl setzen. Einfach ein wenig in die feuchte Haut einmassieren. 

Da die Haarseife so schnell aufgebraucht war, hab ich mich nach einer günstigeren Alternative umgesehen und verwende jetzt aus dem Biomarkt Seifenstücke à 2€ mit natürlichem Duft nach Lavendel, Rose und Zitronengras *_*
Sie sind nicht so rein in der Zusammensetzung wie die Mannaseifen, aber für die Haare ist das vollkommen in Ordnung so. Nur für die Haut möchte ich sie nicht verwenden, da sie nicht so pflegend sind.

Mein Fazit:

Die Verpackung der Seifen kann recycelt werden und so eine Körperseife kann bei richtiger Anwendung (in der Hand aufschäumen, wenig Wasser, trocken lagern) genauso lange wie ein Duschgel halten (oder länger). Der Preis ist gerechtfertigt durch die Zusammensetzung und die Wirkung auf die Haut. Die Gesichtsseifen halten viel länger durch als eine Tube Reinigungsgel und sind damit auf längere Sicht günstiger. Zur Pflege greife ich dann nur noch auf ein wenig Kokosöl zurück. Eine Seife kostet ca. 5-6 €.
An das Gefühl beim Waschen gewöhnt man sich, es geht leider nicht weg. Aber man hat schnell raus, wie man sich beim Abduschen anfassen kann, ohne dass es unangenehm wird. Das Gleiche gilt für die Haare.
Die Haare sind viel gepflegter als vorher und total weich, oder wie meine Ausbilderin sagen würde: "geschmeidig" :D
Die Essigspülung ist vieeel günstiger als herkömmliche Spülungen aus dem Drogeriemarkt. Dazu habe ich eine Spüli-Flasche ausgespült und mit der Lösung befüllt. 500ml reichen bei mir für 3-4 Haarwäschen. Eine 750mL Flasche Apfelessig kostet etwa 2€ und reicht dementsprechend für 13-18 Haarwäschen. Wenn ich bedenke wie schnell meine Spülung bei gleicher Menge immer leer war.. Man kann auch den Essigteil minimal reduzieren, dann hält die Flasche für noch ein paar Wäschen mehr. Man kann aber auch sicher noch sparsamer mit der Lösung umgehen, aber ich spüle lieber gründlich ;)
An den Essiggeruch gewöhnt man sich übrigens auch ganz schnell!
Die übrigen Duschgele etc. verschenke ich jetzt nach und nach an Bekannte und Freunde.

In meinem Badezimmer stehen jetzt viel weniger Produkte rum und die Seifen haben einen schönen Platz zur Aufbewahrung bekommen. Die Umstellung war etwas unangenehm, aber ich spare dadurch all die Plastik-Flaschen ein, die im Müll gelandet wären und all das Mikroplastik, was ins Wassersystem gelangt wäre. Nicht zu vergessen, die Chemikalien! Ich meine, habt ihr mal die Inhaltsstoffe eines Duschgels gelesen? Das alles landet auf eurer Haut und gelangt darüber auch in euren Körper.

Allerdings ist nicht alles Chemie, was sich in den Inhaltsangaben nach Chemie anhört! Wenn ihr da etwas mehr Durchblick haben wollt, empfehle ich euch einen Ratgeber wie "Kosmetik-Inhaltsstoffe von A bis Z" von Heinz Knieriemen. Der Link führt direkt zu Amazon. Wenn gewünscht kann ich auch gerne mal eine Rezension schreiben.

Falls ihr noch Fragen oder Anregungen habt, nutzt dafür einfach die Kommentarfunktion ;)
Bis nächste Woche dann!
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Postreihe: Zero Waste

Jevali | 29 August 2016 | 07:31 | | Kommentieren
Hey ihr Lieben!

Die Tonne ist voll, der Abholtermin noch nicht da und man versucht noch ein bisschen Müll in die Tonne zu stopfen. Da kommt einem oft der Gedanke, die Tonne sei zu klein für den Haushalt.. Mal drüber nachgedacht, ob ihr einfach zu viel Müll produziert?

http://www.seppo.net/cartoons/albums/cartoons/environment/waste/waste_reduction.jpg
Daher würde ich gerne eine kleine Reihe starten. Wer es noch nicht erraten hat: Es geht darum, weniger Müll zu produzieren und weniger Chemie in die Umwelt zu bringen.
Da ich, wie ihr in "ABOUT" lesen könnt, Haushalts- und Ernährungswissenschaften studiere, habe ich verschiedene Themen durchgekaut und Menschen kennenlernen dürfen, darunter auch zwei Veganerinnen. Wie das immer so ist, je mehr man weiß, umso bewusster lebt man und möchte auch anderen dieses Wissen vermitteln.

Im Wochenrythmus bekommt ihr also ab jetzt ein paar Tipps und Anregungen von mir, wie ihr euer Konsumverhalten etwas verbessern könnt. Für Fragen oder Ideen eurerseits, könnt ihr wie immer die Kommentarfunktion nutzen.

Ich verrate schonmal: diese Woche geht es um Alternativen zu Shampoo, Duschgel & Co ;)
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